Social Media Bridge between America and Europe by Lucia Sanders

Social Network – was hat ein Kunde davon?

In Uncategorized on July 25, 2011 at 2:46 pm

Sich mit einer Gruppe identifizieren, zusammen gehören, der unbewusste Wunsch nach Macht – das sind nur einige Motive die Menschen bewegen sich einer Community anzuschließen. Eine Community mit nennenswerter Größe zieht unweigerlich Firmen an, denn dort versammeln sich potentielle Kunden. Also stürzten sich Unternehmen in die Welt der Social Networks und begannen den Wettkampf um die Gunst der potentiellen Kunden. Die Geburtsstunde des Social Media Marketing war gekommen. Nun, das liegt gerade eine Hand voll Jahre zurück.
Dieses Marketing ist noch relativ jung, daher steckt das Controlling dazu auch noch in den Kinderschuhen. Es gibt zwar Untersuchungen, die belegen, dass der ROI von Marketing-Kampagnen im Bereich Social Media Marketing deutlich höher ist, als der ROI anderer Kampagnen – ist er aber schon planbar? Die Antwort auf diese Frage ist sehr komplex, denn sie hängt in erheblichem Maße von der Fähigkeit der Unternehmen ab, sich an einen rasant verändernden Markt anzupassen. Nicht die Methode Social Media Marketing selber ist hier die große Unbekannte, nein, es ist die Anpassungsfähigkeit der Unternehmen.

Woran müssen sich Unternehmen anpassen?

An den Social Network-Markt, lautet die Antwort. Im Jahr 2010 war diese Welt noch einfach, Facebook hatte rund 700 Mio. User, die Kosten je 1000 mit einer digitalen Kampagne erreichbare potentielle Kunden sind geringer als die Kosten im TV oder in Printmedien. Natürlich stieg der ROI an und das auch noch überproportional, denn die Menschen hatten ihr Verhalten längst geändert und nutzten das Internet als Teil des Einkaufsprozesses. Also eine echte Erfolgsstory. Und wie bei jeder Erfolgsstory zieht der Erfolg Nachahmer in Scharen an. Die Werbeeinnahmen, die mit einer Schar von  rund 700 Mio. Nutzern eines Netzwerkes zu verdienen sind machten Facebook zu einem der teuersten Unternehmen der Welt. 2011 sieht diese Welt grundlegend anders aus. Google+ ist am Markt und hat in den ersten Tagen schon 20 Mio. User gewinnen können, weitere rund 20 vielversprechende Netzwerke sind in den Startlöchern. Auf spezielle Gruppen fokussierte Netzwerke wie Xing und LinkedIn tragen mit ihren ebenfalls enormen Mitgliederzahlen zu einer Diversifizierung des Netzwerkmarktes bei. Die Zersplitterung des Social Network Marktes lässt den ROI von Marketingkampagnen mit diesen Medien natürlich schrumpfen, was auch durch eine aktuelle Untersuchung aus dem Jahr 2011 gezeigt wurde. Ehemalige Traumergebnisse schrumpften deutlich zusammen. Immerhin verdiente laut dieser Untersuchung noch 1 eingesetzter Euro 16 Cent Mehrumsatz, was dennoch über den Werten anderer Marketingkampagnen liegt. Aber dieser rasante Rückgang der ROI – und Umsatzwerte mahnt in der Frage nach planbaren ROI zur Vorsicht.

Bei zunehmender Anzahl von Netzwerken und in der Folge notwendigen parallelen Kampagnen in mehreren Netzwerken sinkt der ROI der Kampagnen kontinuierlich – bis es nicht mehr wirtschaftlich sinnvoll ist.

Was tun, wenn der ROI sinkt?

Ganz einfach – die Trefferquote der Marketingkampagnen wieder steigern. Das Wissen darum, wie im Social Media Bereich der Kunde zu gewinnen ist, verbreitete sich innerhalb weniger Jahre rund um den Globus. Fortan prasselt sogenannter „Content“ in Blogs, Unternehmensseiten und Social Networks auf den potentiellen Kunden ein. Die Menge stieg auf ein Maß an, das nicht mehr zu bewältigen war – oder haben Sie die Zeit täglich hundert und mehr Beiträge zu lesen? Die Social Media Marketing-Kampagnen werden also den gleichen Weg gehen, wie die TV-Werbung. Sie werden als Belästigung empfunden und abgelehnt werden, was zu unmittelbarem und größerem Schaden für Ihr Unternehmen führt, als das Wegzappen einer TV-Werbung. Dieser Form von Ablehnung kann man nur entgegnen, wenn man den „Freunden“ des Unternehmens einen eigenen Raum, eine eigene Community bzw. ein eigenes Netzwerk zur Verfügung stellt. Das führt natürlich global betrachtet zu einem erheblichen Anstieg der Anzahl Netzwerke. Ist das ein Problem? Nein, das ist die Lösung, denn damit werden die Kampagnenkosten stark reduziert und die Trefferquote auf nahezu 100 % erhöht. Auf diesem Weg können die ROI-Werte wieder auf die lukrativen Höhen gebracht werden, die in den Anfängen des Social Media Marketings erreichbar waren.

Warum sollten Leute in ein unternehmenseigenes Netzwerk kommen?

Dazu möchte ich gerne einige weiter Fragen stellen. Warum gibt es Produkte wie „Philadephia + Milka“ oder „Coca-Cola + Mac Donalds“? Die Antwort liegt im Nutzen für den Kunden. Natürlich gehören dort auch Synergieeffekte durch das Bewerben von mehreren Marken gleichzeitig erwähnt. Nur, wenn das der einzige Grund wäre, würde auch diese Werbung als Belästigung empfunden und vom potentiellen Kunden abgelehnt. Es ist also der zusätzliche Nutzen, der hier eine zentrale Rolle spielt. Diese Motivation findet sich auch in anderen Produkt-Bundles wieder, deren Zusammenstellung dem Kunden eine „Komplettlösung“ liefern soll. Die Bequemlichkeit des Kunden, der Wunsch nach einer umfassenden  Lösung, ist hier die Messlatte des Bundle-Erfolges.

Auf die Netzwerke, insbesondere auf Social Networks, die Unternehmen für ihre Kunden einrichten, übertragen bedeutet das, es muss der Kundenutzen kommuniziert werden. Das unternehmenseigene Netzwerk muss folglich mehr leisten als Facebook. Der reine Community-Gedanke wird in Zukunft nicht mehr ausreichen, wie wir eingangs gelesen haben. Worin kann der zusätzliche Nutzen liegen?

Dies für Sie zu erarbeiten ist eine auf Ihr Unternehmen individuell zugeschnittene Lösung – wo bliebe sonst der Charakter der Einzigartigkeit Ihrer Marke – und kann daher nur im Rahmen einer Beratung erfolgen. Auf einer allgemeineren Ebene und eher beispielhaft kann die Suche
nach einem Zusatznutzen für Ihre Community vielleicht mit dem folgenden Beispiel beschrieben werden:

Angenommen Sie betreiben eine Gartencenterkette und richten für Ihre Kunden ein eigenes Social Network ein. Dann wäre der erste Schritt
eine Kundenkarte auszugeben, die gleichzeitig auch den Zugang zum Network gewährt – damit wäre eine Anforderung des Social Media Marketing, die Verknappung, erfüllt. Eine weiterer Punkt betrifft den Einkauf auch Ihrer Kunden, er basiert erheblich ( > 80% ) auf Empfehlungen und Produktvergleichen. Sie ermöglichen also in Ihrer Community den Vergleich und die Empfehlung von Produkten sowie die Diskussion über Ihr Angebot, dann erhöhen Sie den Nutzen der Community und erhöhen gleichzeitig Ihren Umsatz – sofern Sie diese Arbeit ernst nehmen und nicht zu den 80 % gehören, die Kundenmeldungen im Internet erst gar nicht beantworten. Ein Gartenplanungstool rundet das Bündel des zusätzlichen Kundennutzens ab. Dort können Ihre Kunden ihr Gartenprojekt planen, finden die dazu nötigen pflanzen, aber auch die anderen Produkte, wie Steine aus dem örtlichen Baustoffhandel (erinnern Sie sich an das Produkt „Philadelphia+ Milka“?). Besonders gelungen wäre die Geschichte, wenn der Baustoffhandel kooperieren würde und das gleiche Tool für seine Kunden anbieten würde. Andere mögliche zusätzliche Nutzen könnten Lieferservice für Stammkunden sein oder die Organisation von Gartenhilfen über Ihre Community.

Social Media Marketing ist mehr als nur Ihr Blog mit Facebook verlinken, das ist nur eine der technischen Möglichkeiten. Ich berate Sie gerne
dabei ein für Ihr Unternehmen passendes Social Media Marketing auf zu bauen.

Sie haben mich im Web gefunden – der erste Schritt wäre getan!

Lucia Sanders, AtlanticNewsBridge

Social Media – der Text-Tsunami im Web

In Uncategorized on July 6, 2011 at 2:41 pm

Ein bischen Schreiben über die Firma und die Produkte, etwas twittern und die Facebookseite füllen – das können wir selber. Dazu brauchen wir keine Experten. Das ist eine häufige Einstellung von Firmen, speziell im Bereich kleinerer und mittlerer Unternehmen, wenn das Thema Social Media Marketing auch ihre Firmentore passiert hat und die Flure erfüllt. Nach regelmäßig 4-6 Wochen beginnt das aber zu nerven und die meisten geben wieder auf, bevor sich auch nur der geringste Erfolg einstellen kann.

1-9-90

Ein täglicher Kampf um das nächste Thema, um den nächsten Artikel, nagt am Enthusiasmus, mit dem die Blogs begonnen wurden. Und dann noch das, ein Artikel, der die 1-9-90-Regel beschreibt landet auf ihrem Monitor. Diese Regel besagt, dass auf einen Schreiber neun Engagierte kommen, die mitwirken wollen und 90 Leser, die nur konsumieren.

Blog-Nutzer

Zumindest haben Sie nun einen Hinweis darauf, warum so wenige Kommentare abgegeben werden. Bei etwas genauerer Betrachtung Ihrer Anzahl Blogeinträge kommen Ihnen aber doch Zweifel, denn die Anzahl Kommentare scheint – statistisch gesehen – zu gering zu sein. Der Grund liegt in der schier unendlichen Flut von Artikeln in hunderttausenden von Blogs, Facebookseiten, RSS-Feeds und Twitter-Meldungen, die ja gelesen werden wollen.

Social Media – und keine Leser mehr da

Die zunehmende Verbreitung von Social Media und in der Folge das darauf fokussierte Marketing lässt Sie in einer wahren Tsunamiwelle untergehen. Wir haben heute einen Punkt erreicht, an dem es nicht mehr ohne weiteres möglich ist, sich auch nur einen groben Überblick über ein Thema zu verschaffen. Da hilft auch keine Suchmaschine, denn Sie liefert immer noch mehr als Sie lesen können. Und so ergeht es auch den anderen Lesern. Die Flut wird derzeit noch beschleunigt durch den ständig wachsenden Einsatz von Software, die das Erstellen von z.B. Internetzeitungen erleichtert bzw. sogar automatisiert. Zum einen wird damit sicherlich die Menge veröffentlichten Contents noch erhöht, zum anderen liegen darin aber auch Chancen für Sie der Informationsflut Herr zu werden. Abhilfe kann da nur die genauere Betrachtung der 1-9-90-Regel bringen.

Machen Sie Ihre Kunden zu Autoren

Konzentrieren Sie sich auf die 9 in der Regel. Versuchen Sie diesen Bereich auszubauen und einen Weg zu finden Ihre Freunde, Follower und Fans zu integrieren. Sie entlasten damit nicht nur Ihren Zeitplan, Sie sorgen gleichzeitig für eine sich vergrößernde Menge an Multiplikatoren. Sie erreichen im besten Falle eine virale Wirkung des Schreibens. Nur das “Wie tun?” werde ich hier nicht beschreiben, denn das ist kein Geschäft, was man so eben nebenbei erledigen kann. So eben, wie es die Vielen meinen, die auf die Do-It-Yourself Methode seetzen, wenn Social Media Marketing das eigene Marketing effizienter und preiswerter machen soll. Eine elektrische Säge bauen Sie doch auch nicht selber, wenn Sie mal ein dickeres Brett sägen möchten, oder?

Einen erfüllten Arbeitstag wünscht

Lucia Sanders, Atlantic News Bridge

Facebook ist Vergangenheit!

In Uncategorized on July 5, 2011 at 4:13 pm

Ein Niedergang auf Raten könnte man auch titeln. Allein im Mai diesen Jahres verlor Facebook 6 Mio User in den USA. Ebenfalls hohe Verluste mussten in England, Canada und Russland hingenommen werden. Betrachtet man die Entwicklung der Nutzerzahlen weltweit, so verzeichnet Facebook dennoch einen Zuwachs von rund 12 Mio. Nutzern. Ein genauerer Blick auf die Bewegungen in den Nutzerzahlen zeigt, dass der “Markt” der Facebook-Nutzer sich weltweit nicht zeitgleich entwickelt. Die Zuwächse kommen aus neuen und jungen Märkten, wohingegen die älteren Märkte schon den Zenit überschritten haben und dort ein Rückgang zu verzeichnen ist.

Social Network im steten Wandel

Diese Entwicklung ist ja nichts Neues, MySpace hat den schleichenden Abschied aus dem Markt erlebt und blickt man weiter zurück, findet man noch weitere Beispiele. Interessant ist die Frage nach den Gründen. Zum einen steht ein technischer Wandel dabei im Fokus. Neue Software, neue Designs, neue Apps, starker Zuwachs im Breich mobile networking sind einige Beispiele für technisch begründete Veränderungen. Die anderen Gründe liegen in Facebook selber, genauer gesagt in der Art und Weise, wie man dort mit den Kunden umgeht. Man kann ohne große Mühe die Seiten eines Unternehmens ( oder ungeliebter Konkurrenten ) zumindest zeitweise sperren lassen, Datenschutz ist eher ein Fremdwort, bei 700 Mio Usern wird Facebook gerne als Schleuder für Würmer und Viren genutzt. 30 % der 14 – 20-jährigen wurden schon Opfer von Cyber-Mobbing-Attacken – die Angreifer bleiben dabei fast immer anonym.

Millionen Facebook-Freunde oder einige tausend echte Fans?

Die Antwort findet man eigentlich schon nach wenigem Suchen in Social Media Marketing – Seiten. Die Zukunft gehört nicht mehr der Datenkrake Facebook, sie wird den kleinen regionalen Netzwerken gehören, den gruppenspezifischen Netzwerken oder den Unternehmensnetzwerken. Die Zersplitterung des Marktes ist im vollen Gange und das ist auch gut so. Denn in Zukunft wird man nur Mitglieder in die eigene Community ziehen können, wenn man die Menschen auch menschenwürdig behandelt. Das allein wird aber nicht reichen sondern ist nur Grundvoraussetzung. Das wonach die Menschen suchen, echten Inhalt, echte News, authentische Webauftritte, echten Kontakt zu anderen wird der Maßstab werden, an dem sich der Erfolg ausmachen lässt. Gier nach Geld und Millionen Followern wird jedenfalls nicht mehr auf dem Siegertreppchen stehen.

Echte und ehrliche Freunde im Web wünscht Ihnen

Lucia Sanders, Atlantic News Bridge

%d bloggers like this: